Die anhaltende Corona-Pandemie beschäftigt die Menschen nach wie vor. Das zeigte sich auch bei einer vom CDU-Kreisverband Böblingen initiierten Online-Konferenz, bei der sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zuschalteten. Die Online-Konferenz wurde gemeinsam mit dem Böblinger CDU-Landtagsabgeordneten Paul Nemeth, der Leonberger CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Kurtz, dem Böblinger CDU-Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz sowie dem CDU-Landtagskandidaten für den Wahlkreis Böblingen-Sindelfingen-Schönbuch, Matthias Miller, veranstaltet. Einig waren sich die Teilnehmer der Diskussion dabei primär in einem Punkt: In Zeiten von Corona kommt es ganz besonders auf eine große Solidarität innerhalb der Gesellschaft an.

„Die Stimmung in Berlin ist derzeit angespannt, weil niemand genau weiß, wie sich die Pandemie in den nächsten Wochen entwickeln wird. Sicher ist, dass die vielen Hilfsmaßnahmen, wie die Erhöhung und Verlängerung der Kurzarbeit, der erleichterte Zugang zur Grundsicherung oder die Überbrückungs- und Novemberhilfen, welche auf den Weg gebracht wurden um gut aus der Krise zu kommen, auch punktgenau dort eingesetzt werden müssen, wo sie den betroffenen Menschen und Branchen wirklich helfen“, machte Marc Biadacz zu Beginn der rund zweistündigen CDU-Videokonferenz zum Thema Corona deutlich. Erfreulich sei, dass die Freigabe eines Impfstoffes näher rücke. „Anfang November haben die Ständige Impfkommission, der Deutsche Ethikrat und die Wissenschaftsakademie Leopoldina eine gemeinsame ´Empfehlung für einen gerechten und geregelten Zugang zu einem COVID-19-Impfstoff´ vorgestellt. Eine künftige Impfstrategie muss nachvollziehbar sein und klar aufzeigen, wann wer geimpft werden kann. Eine Impfpflicht wird es dabei nicht geben“, berichtete der Böblinger CDU-Bundestagsabgeordnete von den aktuellen politischen Diskussionen in Berlin. 

Paul Nemeth stellte heraus, dass es hinsichtlich der momentan erarbeiteten Impfstrategie auf eine große Solidarität innerhalb der Bevölkerung ankommen werde. „Ganz zentral entscheidend wird sein, ob es ein hohes Maß an Verständnis geben wird. Denn kranke und ältere Menschen sowie Leute in medizinischen und pflegerischen Berufen sollten früher geimpft werden als andere“, sagte der Böblinger CDU-Landtagsabgeordnete. „In Sachen Finanzen belastet die Corona-Pandemie Bund, Länder und Kommunen indes gleichermaßen. Und mit jedem Tag wird es etwas schlimmer. Corona wird daher auf verschiedenen Ebenen Teil unseres Lebens bleiben, auch wenn das Virus irgendwann hoffentlich an Bedeutung verlieren wird“, so Paul Nemeth weiter. 

Sabine Kurtz zeigte sich erleichtert darüber, dass es bisher gelungen sei, flächendeckend genug Intensivbetten zur Verfügung zu haben. Außerdem betonte sie: „Wir müssen das Virus weiterhin sehr ernst nehmen. Daneben müssen wir aber auch so weit wie möglich unsere vorhandenen Strukturen in der Arbeitswelt und im Bildungsbereich aufrechterhalten. Denn Routinen, Strukturen und soziale Kontakte geben den Menschen Halt im Leben. Beispielsweise nur noch auf Home-Office zu setzen halte ich nicht für den richtigen Weg“, so die Leonberger CDU-Landtagsabgeordnete. Diesen Spagat zwischen Pandemiebekämpfung und Erhalt der alltäglichen Abläufe zu gewährleisten, sei für alle Politiker und Politikerinnen eine maximale Herausforderung. „Überall für Zufriedenheit zu sorgen, ist kaum zu bewerkstelligen“, bedauerte Sabine Kurtz. 

Matthias Miller, der CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Böblingen-Sindelfingen-Schönbuch, machte klar, dass Online-Diskussionen wie diese wichtig für Politiker seien, um sich von den Sorgen und Nöten der Bürgerinnen und Bürger ein besseres Bild machen zu können. „Wir haben heute Leute aus verschiedenen Generationen und verschiedenen beruflichen Sparten sozusagen an einen Tisch gebracht. In so einer gemeinsamen Diskussion wächst auch das Verständnis für die Lage des jeweils anderen. Und genau dieser Austausch ist immens wichtig, wenn es auch in den nächsten Wochen und Monaten darum geht, sich der Pandemie gemeinsam entgegenzustellen“, machte Miller deutlich.

Dass der Schuh in Zeiten von Corona an ganz unterschiedlichen Stellen drückt, wurde im ausführlichen digitalen Austausch zwischen den Politikern und den Bürgerinnen und Bürgern einmal mehr deutlich. Während auf der einen Seite Sorge über die Verfügbarkeit eines Impfstoffes besteht, treibt andere das Ansteckungsrisiko in überfüllten Schulbussen um.