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 Die Böblinger CDU hat weiterhin offene Fragen hinsichtlich einer möglichen Klärschlammverbrennung beim Restmüllheizkraftwerk in Böblingen. 

Deshalb hat die Gemeinderatsfraktion in der Gemeinderatssitzung am 22. Juli 2020 den Antrag gestellt ein objektives Gutachten einzuholen, welches die offenen Fragen klären soll und verschiedene Varianten untersuchen soll. 

Die Fraktionsvorsitzende Irmgard Spruth-Müller erklärte: "Bisher wird immer nur die Verbrennung beim Restmüllheizkraftwerk diskutiert, andere Optionen werden von der Verwaltung bisher ausgeblendet. Wenn im Böblinger Wald Klärschlamm verbrannt werden soll, dann müssen dem Gemeinderat hierfür alle Fakten geliefert werden." 

Auch der CDU Stadtverband steht hinter dem Antrag der Fraktion. Die Vorsitzenden Dr. Alissa Geisinger und Pascal Panse erklärten: "Im Rahmen der Wirtschaftlichkeit muss auch die Rolle der steigenden Preise für CO² berücksichtigt werden, die zu einer Wertsteigerung des Klärschlamms führen werden. Zudem wird es durch den beschlossenen Kohleausstieg bundesweit zu gesteigerten Verbrennungskapazitäten für Klärschlamm kommen. 

Auch die Frage der verwendeten Technologie sollte nochmal eingehend objektiv geprüft werden. In 10 Jahren stellt sich die Technologielandschaft möglicherweise ganz anders dar als heute – wir fordern Technologieoffenheit und keine ideologischen Grabenkämpfe! 

Schließlich muss dringend die Bevölkerung eingebunden werden. Die Last der Anlage tragen nachher die Bürgerinnen und Bürger aus Dagersheim und Böblingen! Die wurden bisher aber gar nicht zu dem Projekt gehört – die vielversprochene Bürgerbeteiligung des Oberbürgermeisters muss auch eingelöst werden!"