Marc Biadacz, der direkt gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Böblingen, gibt zum Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, mehr Sonntagsöffnungen des Einzelhandels während der Pandemie zu ermöglichen, folgendes Statement ab:

„Unser stationärer Einzelhandel in den Innenstädten steht angesichts der Einschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig beobachten wir eine Ausweitung des Onlinehandels, der gerade in der Pandemie einen Schub bekommen hat, da viele Verbraucher noch häufiger Waren online bestellen. Ich unterstütze deshalb ausdrücklich den Vorschlag unseres Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier, dem Einzelhandel mehr Sonntagsöffnungen während der Pandemie zu ermöglichen – gerade auch mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft und vor dem Hintergrund des Ladensterbens in unseren Innenstädten. Das Land Baden-Württemberg und Verdi sollten einer solchen Ausnahmeregelung in Ausnahmezeiten nicht im Wege stehen.

Eine Sonntagsöffnung kann nicht nur helfen, die Kundenströme zu entzerren, was angesichts des Abstandsgebots während der Pandemie vorteilhaft ist, sondern kann vor allem auch dem Einzelhandel helfen, in den Zeiten der Corona-Krise zu überleben. Es geht dabei nicht darum, den Onlinehandel gegen den stationären Einzelhandel auszuspielen, vielmehr brauchen wir ein gutes Miteinander aus Online und Offline. Ich weiß auch um die besondere Bedeutung des Sonntags für uns als Christen. Daher sage ich bewusst, dass die Sonntagsöffnung zum einen keine Pflicht sein darf und sich zum anderen auf die Zeit von 14 Uhr bis 18 Uhr beschränken sollte. Wir sollten jedem Einzelhändler die Freiheit geben, gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu entscheiden, ob er an einem Sonntag öffnen möchte oder nicht.“